Filterpressenbeschickung - FPPU

Prozesskurzbeschreibung
Mit zunehmender Feststoffschicht auf den Filtertüchern einer Filterpresse steigt bei konstanter Fördermenge der Beschickungspumpen der Filtrationsdruck an. Dies führt zu einer vorzeitigen Verdichtung der zunächst sehr dünnen Feststoffschicht und somit schlechter Durchsatzleistung mit entsprechend langen Filtrationszeiten. Auch wird der Entwässerungsgrad (Trockensubstanzgehalt) hierdurch negativ beeinflusst. Die vorzeitige Verdichtung der Feststoffschicht muss daher verhindert werden. Dies ist über eine Reduzierung der Menge möglich. Als Prozessgröße für die Verdichtung kann der Filtrierdruck herangezogen werden.
Abhängig vom Filtrierdruck ist es erforderlich, die Beschickungsmenge zur Filterpresse bei ansteigendem Druck in geeignetem Maß zu reduzieren. Das Verhältnis von Fördermenge zu Druck ist bei der entwickelten Steuerung in weiten Grenzen einstellbar, um eine Anpassung an die unterschiedlichen Entwässerungseigenschaften der jeweiligen Produkte vornehmen zu können.
Ein kompletter Filtrierzyklus ist beendet, wenn der manuell vorzugebende Enddruck überschritten wird.
Die seepex Steuerung FPPU steuert den Filterpressenprozess wie folgt:
- druckabhängige Regelung von Vorfüll- und Hochdruckpumpe
- mengenabhängige Regelung der Polymerpumpe
- Temperaturüberwachung des Stators (Trockenlaufschutz -TSE)
- Überdruckschutz der Rohrleitung
Sie ist in den folgenden zwei Varianten erhältlich.
Variante FPPU: SPS mit integriertem LC-Display. Durch Erweiterungsmodule kann diese Steuerungsvariante zur Beschickung von vier Filterpressen ausgebaut werden. Busanbindung an einem Busmaster ist in der Software bereits integriert. Speicherplatz für maximal 20 anwenderspezifische Befüllkennlinien.
Variante LC-FPPU: Lösung bei der bis max. 3 Frequenzumrichter mittels CAN-Bus vernetzt und parametriert werden können. Hier ist Speicherplatz für max. 9 anwenderspezifische Befüllkennlinien vorhanden.
|