Ein weltweit führendes Nahrungsmittelunternehmen produziert in der Schweiz täglich mehrere Tonnen hochqualitatives Eis. Bei der Umstellung auf unterschiedliche Produktionslinien fällt immer auch Eismasse an, die schnell und effektiv entsorgt werden muss.
Die Eismasse wird zunächst zentral gesammelt und über eine Entfernung von 50 Metern einem Tank zugeführt. Anschließend wird dieses Speiseeis als fett- und energiereiches Nebenprodukt in der Schweinemast verwendet.
Die Ausgangssituation
Am Produktionsstandort war eine Drehkolbenpumpe im Einsatz, die jedoch Schwierigkeiten hatte, das gefrorene Eis zu fördern. Die Eisabfälle wurden daher in Behältern gesammelt und mussten solange gelagert werden, bis sie eine fließfähige Konsistenz erreicht hatten. Erst dann konnte die Drehkolbenpumpe das Medium fördern. Um diesen Vorgang zu beschleunigen und die Eisreste schneller zum Schmelzen zu bringen, wurde zusätzlich eine erhebliche Menge Heißdampf eingesetzt. Die hohe Temperatur des Heißdampfes birgt dabei auch immer ein zusätzliches Unfallrisiko.
Die Lösung
Der Eisproduzent kontaktierte Hidrostal Prozess Engineering, die seepex Vertretung in der Schweiz. Hidrostal Prozess Engineering suchte nach einer geeigneten Lösung. Die bestand in einem Komplettsystem aus einer seepex Pumpe der Baureihe BTQ mit einem Aufsatztrichter in Doppelmantelausführung und einer dazugehörigen Niveaumessung.
Die Wartungsarbeiten werden durch die Verwendung einer absenkbaren Pumpenfahrvorrichtung am vorgegebenen Installationsort erheblich erleichtert.
Nach der Realisierung dieses Projektes werden die Eisreste nun dem Doppelmanteltrichter aus der darüber liegenden Etage zugeführt. Sobald die Füllstandsensoren einen gefüllten Trichter anzeigen, läuft die Pumpe an und fördert das Eis direkt und ohne Wartezeiten in Richtung Außentank. Die Eisreste haben zu diesem Zeitpunkt noch eine Temperatur von bis zu -6 °C. Wartezeiten entfallen und eine zusätzliche, kostenintensive Erwärmung mit Heißdampf ist nicht mehr notwendig.
Der Nutzen
„Die Zugabe von Heißdampf entfällt komplett. Dadurch erreichen wir eine Einsparung von mehreren tausend Schweizer Franken pro Jahr und eine Amortisation von unter einem Jahr“, teilt der Projektleiter mit. Der Abtransport des Produktes erfolgt nach dem Umbau schneller und automatisiert.